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als Vorlage für die erste Veranstaltung zur öffentlichen Textproduktion
MALMOE-Interview mit den Euromayday AktivistInnen
Mit der Kampagne 'Mir reicht's... nicht!' haben AktivistInnen des Euromayday Hamburg sich zum Ziel gesetzt, die Großaustellung documenta als Schauplatz für Auseinandersetzungen um prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse zu öffnen. In einer ersten Phase der Untersuchung dieser Verhältnisse wurden und werden Gespräche mit Beschäftigten und KünstlerInnen geführt. Im Mittelpunkt steht aber die Frage nach der Entdeckung von neuen Konfliktfeldern. MALMOE fragte nach politischen Einschätzungen und Strategien.
von Vassilis Tsianos / Dimitris Papadopoulos
Es gibt eine Annahme, die den gegenwärtigen Debatten über die Klassenzusammensetzung im Postfordismus zugrunde liegt: die Annahme, dass immaterielle Arbeit und die ihr korrespondierenden sozialen Subjekte den Schwerpunkt in den neuen turbulenten Kampfzyklen rund um lebendige Arbeit darstellen. Der vorliegende Text untersucht die theoretischen und politischen Implikationen dieser Annahme, ihre Versprechen und Ausschlüsse. Ist immaterielle Arbeit die Bedingung, aus der eine radikale soziopolitische Transformation des gegenwärtigen postfordistischen Kapitalismus entstehen kann? Wer fürchtet sich heute vor immateriellen ArbeiterInnen in der Prekarität?
von Brigitta Kuster / Vassilis Tsianos
Mit Spinoza als 'Vordenker' der Prekarität und einer durch Virno geprägten Phänomenologie der Furcht/Angst bewegen sich die AutorInnen durch das Narrativ des Films 'the village', in dem am Ende doch die Möglichkeit eines verstörenden Grinsens der Prekarität auftaucht.
Brigitta Kuster nimmt die aktuell in Bezug auf neoliberale Arbeit verhandelten Thesen, die eine scharfe und politisch handlungsanleitende Trennlinie zwischen einer 'freiwilligen Prekarisierung' sogenannter Luxusprekarisierter gegenüber einer 'erzwungenen' unterprivilegierter Prekarisierten zu ziehen versucht, genauer in den Blick. Binden Selbstführungtechniken Individuen, die sich mit ihrer Arbeit hoch identifizieren und/oder gesellschaftlich hoch bewertete Arbeitsplätze einnehmen, in einer derartigen Weise an die Wirkungen von Macht im Arbeitsbereich, die sich als 'freiwillige Prekarisierung' kennzeichnen ließe?
Stationen der Kampagne "Mir reicht's - nicht!"
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